Geothermie

Geothermielabor

Große Teile Brandenburgs sind für die Nutzung oberflächennaher Geothermie gut bis sehr gut geeignet. Wie gut die Geothermiepotenziale vor Ort sind, kann man im Geothermieportal Brandenburg-Berlin ablesen.

Dieses Geothermieportal hat nun einen weiteren Entwicklungsschritt gemacht: Jetzt ist es möglich, geologischen Daten automatisiert abzufragen, um genauere Aussagen über die geothermischen Parameter eines Standortes zu erhalten. Ermöglicht wurde diese Weiterentwicklung mit Unterstützung des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung. Zur Verfügung gestellt und betrieben wird dieses Internetangebot vom Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR).

Mit diesem deutlich verbesserten Service können Bohrbetriebe, Behörden und sonstige gewerbliche und private Nutzer die wahrscheinlichste Punktinformation zur Verteilung der Wärmeleitfähigkeit im Untergrund herausfinden, um geplante Geothermieanlagen optimal auslegen zu können.

Im Land Brandenburg existieren bereits mehr als 10 000 Anlagen, die die oberflächennahe Geothermie nutzen (Bohrungen bis 100 m Teufe). Sie besitzen eine Kapazität von jeweils ca. 7 kW. Die Gesamtwärmeleistung liegt bei 72,5 MW. Die Anlagen werden überwiegend zur Beheizung von Einfamilienhäusern genutzt.

Als Beispiele für Großnutzungen sind der Uni-Campus in Potsdam/Golm mit einer Leistung von 1,8 MW oder das Albert-Schweitzer-Haus in Teltow mit 180 kW zu nennen.

Das Geothermieportal wurde 2005 vom LBGR als innovatives Pilotprojekt innerhalb der Geodateninfrastruktur Berlin-Brandenburg gestartet.
Erstmals wurden die Services mehrerer Behörden online gebündelt.
Mittlerweile wurde das Portal ausgebaut, inzwischen nehmen 15 Geologische Dienste der Bunderepublik teil.

letzte Änderung am 05.08.2015