Bundesweiter Netzausbau

Die Energiewende in Deutschland hat in Bezug auf die Stromnetze direkte Auswirkungen. Strom aus Erneuerbaren Quellen muss nach den jetzt bestehenden Ressourcen und den bekannten, an neue Entwicklungen dynamisch anzupassenden Energieszenarien von den Erzeugern zu den Verbrauchern transportiert werden. Die Bundesregierung geht hier von einem erheblichen Netzausbaubedarf aus. Der Netzinfrastruktur kommt demnach eine Schlüsselrolle für den grundlegenden Umbau der Energieversorgung zu.

Der rasante Ausbau des Anteils erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung, der Ausstieg aus der Kernenergie, der nun wirtschaftlich und nicht mehr netztechnisch optimierte Einsatz der konventionellen Kraftwerke im Strommarkt und der verstärkte grenzüberschreitende Stromhandel verändern die Erzeugungslandschaft in Deutschland grundlegend. Zusätzlich führen Veränderungen im privaten und gewerblichen Energieverbrauch zu Verschiebungen beim Strombedarf.

Mit dem Gesetz zum Ausbau von Energieleitungen (EnLAG) wurde bereits im Jahr 2009 die Notwendigkeit von 23 Vorhaben, die für die künftige Energieversorgung in Deutschland erforderlich sind, bestätigt. Diese Vorhaben befinden sich überwiegend in der Planfeststellungs- bzw. Realisierungsphase.

Mit dem Bundesbedarfsplangesetz, das im Juli 2013 in Kraft getreten ist, wurde für weitere 36 Vorhaben  die energiewirtschaftliche Notwendigkeit und der vordringliche Bedarf zur Gewährleistung eines sicheren und zuverlässigen Netzbetriebes  für den Zeitraum bis zum Jahr 2022 festgestellt.

letzte Änderung am 11.02.2015