Energiestrategie 2030

„Energiestrategie 2030“ mit dem Hauptziel: Ausbau und Systemintegration erneuerbarer Energien

Energiestrategie 2030 (Herr Minister Christoffers,Herr Ministerpräsident Platzeck; Frau Ministerin Tack

Die Landesregierung hat in ihrer Kabinettssitzung am 28.2.2012 die „Energiestrategie 2030" verabschiedet. Vor dem Hintergrund internationaler und nationaler energiepolitischer Umbrüche ist ein Leitszenario für die Entwicklung der Energiepolitik in Brandenburg bis zum Jahre 2030 entwickelt worden. Es orientiert sich erstmals an dem Zielviereck aus Umwelt- und Klimaverträglichkeit, Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit sowie Akzeptanz und Beteiligung. Die Ziele der Strategie sind ambitioniert. Brandenburg ist ein Energieland und wird es auch bleiben.

Wesentliche Ziele der Energiestrategie 2030:

Der Endenergieverbrauch soll bis 2030 um 23 Prozent sinken, das entspricht durchschnittlich 1,1 Prozent pro Jahr. Der Primärenergieverbrauch soll um 20 Prozent sinken. Der Primärenergieverbrauch ergibt sich aus dem Endenergieverbrauch und den Verlusten, die bei der Erzeugung der Endenergie aus der Primärenergie auftreten.

Die erneuerbaren Energien sollen bis 2030 einen Anteil von mindestens 32 Prozent am Primärenergieverbrauch haben, am Endenergieverbrauch soll der Anteil 40 Prozent betragen.

Der Netzausbau und die Entwicklung der Speichertechnologien müssen verstärkt werden, um die Systemintegration der erneuerbaren Energien zu gewährleisten.

Um den Umbau der Energieversorgung und gleichzeitig die Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit zu gewährleisten, soll die Braunkohleverstromung effizient und CO2-arm fortgesetzt werden.

Die CO2-Emissionen sollen bis 2030 um 72 Prozent (auf 25 Millionen Tonnen gegenüber dem international üblichen Referenzjahr 1990) gesenkt werden.

Forschung und Entwicklung in den Themenfeldern Energie und Klima werden auch weiterhin nachdrücklich unterstützt.

Die transparente Informationspolitik wird fortgesetzt, die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Regionen soll gestärkt werden.

Beschäftigung und Wertschöpfung sollen im Rahmen der Energiewende stabilisiert werden.

letzte Änderung am 23.04.2014